Der Beitrag der Torgauer Zeitung vor dem Gartenfest
Mit einem größeren Beitrag stellt die TZ den Garten Erdenreich noch einmal vor und verweist auf einige holperige Schritte, v.a. wegen der Coronabeschränkungen, bis zur Eröffnung:

Schildau Unterm großen Walnussbaum am Schildauer Pfarrhaus wird’s am Samstagnachmittag recht eng: Das Schildauer Kirchspiel feiert die Einweihung des Pfarrgartens „Erdenreich“. Los geht es 15 Uhr mit einer Open-Air-Andacht. 17 Uhr schließt sich die offizielle Eröffnung des gut 8000 Quadratmeter großen Pfarrgarten-Areals an, auf dem mittlerweile auch die alte Scheune saniert ist. Längst sorgen auf dem abschüssigen Geläuf Schafe für eine stets frisch „gemähte“ Wiese.
Dass dem unter Denkmalschutz stehenden und lange Zeit wild wuchernden Garten mitsamt der brüchigen Scheune neues Leben eingehaucht werden konnte, liegt einerseits am gärtnerischen Geschick der Pfarrerfamilie Jäger, andererseits an der finanziellen Unterstützung durch die Leader-Region Sächsisches Zweistromland-Ostelbien. Diese hatte für das in zwei Teile untergliederte Projekt einst die Fördersumme von 135000 Euro lockergemacht. Der Kirchkreis steuerte 11000 Euro bei. Dazu kommen noch einmal 8000 Euro, mit denen das Kulturbüro des Rates der EKD aus Berlin im Jahre 2020 dem Vorhaben unter die Arme griff. Für die Kirchgemeinde Schildau, die 7000 Euro Eigenmittel aufbringen musste, hatte sich damit ein weiteres Fördertürchen geöffnet, durch das nun auch die Schildauer Grundschule über eine von Richard Jäger, einem gelernten Landwirt, Hobbyimker und studierten Bodenwissenschaftler – geleitete Arbeitsgemeinschaft „Junge Imker“ mit dem Projekt verwoben ist.

Für Garten und Scheune ist der Weg frei, auch über den Partner Grundschule hinaus umweltpädagogische Angebote hier zu etablieren. Der riesige Lehrgarten ist in verschiedene Teilbereiche untergliedert. Unter anderem haben Besucher von einer kleinen Aussichtsplattform aus die Möglichkeit, ins Blätterdach angrenzender Bäume zu blicken.
Dass der Pfarrgarten den Titel „Erdenreich“ trägt, geht auf die Idee einer zehnköpfigen Projektgruppe zurück, in der unter anderem Richard Jäger und Matthias Schulzes, der Vorsitzende der Kirchgemeinde, mitwirkten. „Unsere Überlegung war, dass die Kirche genau wie mit dem Himmel verbunden auch mehr Erdverbundenheit braucht. Wir dachten dann, dass sich der Name für ein solches Projekt regelrecht anbietet“, blickt Richard Jäger zurück. So sei als Entsprechung für das Himmelreich eben das Erdenreich ins Spiel gekommen.